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Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen

In der Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen bestehen spezifische Herausforderungen. Die dritte Publikation der Reihe "Profile der Neueinwanderung" betrachtet die relevanten Faktoren der Arbeitsmarktintegration und beleuchtet dabei aus verschiedenen Perspektiven, unter welchen Bedingungen eine gleichberechtigte Teilhabe geflüchteter Frauen am Arbeitsmarkt gelingen kann bzw. was dieser bisher entgegensteht.


Die Autor*innen ziehen folgende Schlüsse aus ihren Untersuchungen:

"Generell ist zu berücksichtigen, dass der Prozess der Arbeitsmarktintegration für geflüchtete Frauen und Männer seine Zeit braucht und von vielen Faktoren, wie z. B. den rechtlichen Rahmenbedingungen, vorhandenen Sprachkenntnissen und der individuellen Lebenssituation abhängt. Dabei ist klar erkennbar, dass geflüchtete Frauen aktuell am Arbeitsmarkt benachteiligt sind. Dies ist zum einen mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Kumulation mehrerer Faktoren, wie z. B. schlechtere Qualifikationen, weniger Erwerbserfahrung, geringere bzw. spätere Beteiligung am Spracherwerb und familiäre Verpflichtungen, zurückzuführen.

Dazu kommt zum anderen aber auch der Aspekt der mehrfachen Diskriminierung, von der geflüchtete Frauen in Deutschland und anderen europäischen Ländern besonders betroffen sind. Dazu zählt z. B. die Diskriminierung
als Frau, die zusätzlich durch die als Migrantin und Geflüchtete verstärkt wird. Aufgrund dieser Position stellen geflüchtete Frauen auf dem Arbeitsmarkt eine besonders vulnerable Gruppe dar. Geflüchtete Frauen in ihren Kompetenzen sowie in Bezug auf ihre Rechte zu stärken, um sie vor prekären bis ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen zu schützen und eine faire Arbeitsmarktintegration zu gewährleisten, muss deshalb besondere Priorität haben."

Christian Pfeffer-Hoffmann (Hrsg.)
Profile der Neueinwanderung 2017
Spezifische Herausforderungen der Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen

Fachstelle Einwanderung, IQ Netzwerk

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