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Projekte der aktuellen Förderperiode 2014-2020

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Ledernähwerkstatt für benachteiligte Frauen


Bezirk(e):
Steglitz-Zehlendorf
Träger:
Visioneers e.V.
Visioneers@bbwa-berlin.de
Projektadresse
Flüchtlingsheim Wannsee und Cafe Connections in Schöneberg (Prinz-Georg-Str. 10 10827 Berlin)
Kontakt / Ansprechpartner
Natascha Tepaß
ntepass@visioneers.io
Laufzeit: 01.11.2016 - 30.07.2017
Förderprogramm: LSK
Fördervolumen: 9.950,00 € €

Wichtigste Kooperationspartner
Connections e.V und Flüchtlingsheim in Wannsee.: kostenfreie Räume und Lagermöglichkeiten, Gymnasium Dreilinden. Unternehmen wie Salesforce, Aktion gegen den Hunger, zalando, u.v.w.
Kurzbeschreibung
Die Leder-Nähwerkstatt soll benachteiligten Menschen, insbesondere Frauen, einen Zugang zur deutschen Sprache und Kultur ermöglichen und einen ersten Einblick in den Arbeitsmarkt in
Deutschland, insbesondere im Bezug auf Zusammenarbeit mit deutschsprachigen Personen bieten. Das gesamte Projekt wird ausschließlich auf Deutsch durchgeführt. Aufgrund eines sehr
erfolgreichen Pilotprojektes mit jugendlichen Flüchtlingen, die durch ein ähnliches, deutschsprachiges Nähprojekt eine hohe Lernmotivation in Bezug auf die deutsche Sprache
erfahren und die Nähwerkstatt als wichtigen Schritt zur Integration erfahren haben, wird dieses
Konzept auch auf die Ledernähwerkstatt mit erwachsenen Flüchtlingen übertragen.

Der Fokus dieses Angebotes liegt dabei auf dem Arbeiten mit Leder. Die TeilnehmerInnen lernen das Material und den Umgang mit dem Material kennen und erlernen innerhalb des Projektes eigene Projekte zu nähen, wie Handtaschen und Portemonnaies. Innerhalb des Projektzeitraumes erfahren sie zudem alles, was sie zur Durchführung individueller Projekte mit Leder wissen müssen. Die Projekte sind so angelegt, dass sie mit einfachen Werkzeugen in Handarbeit umgesetzt werden können. 

Durch das gemeinsame kreative Arbeiten werden die sozialen Fähigkeiten im Umgang miteinander gefördert und eine Brücke zwischen Geflüchteten unterschiedlicher Herkunft und deutschsprachigen Helfern gebildet. Gleichzeitig werden Flüchtlinge auch in die Umsetzung des Projektes, sowohl in leitender Position, als auch in unterstützender Position, eingebunden. Geleitet wird das Projekt von einem iranischen Designer, der ebenfalls als Flüchtling in Deutschland lebt in Kooperation mit einem deutschsprachigen Team und anderen geflüchteten Menschen.  Dem Designer wird hierdurch ebenfalls ein erster Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt ermöglicht, wobei er in enger Kooperation mit einer deutschen Künstlerin zusammenarbeitet. Die Zielgruppe umfasst bei diesem Projekt dementsprechend nicht nur die weiblichen
Zielgruppe
Das Projekt wendet sich an Menschen in Berlin, mit Fokus auf benachteiligte Frauen mit Interesse am Nähen. Insbesondere geflüchtete oder sozial benachteiligte Frauen haben es schwer, sich zu integrieren, da sie in ihren Heimatländern häufig keiner Arbeit nachgegangen sind und vielfach Kindererziehung und Haushalt im Vordergrund standen. Auch in Berlin ist für diese Zielgruppe der Zugang zum Arbeitsmarkt erschwert, was sich negativ auf die soziale Integration auswirkt. 
Auswertung und Ergebnisse
Das Projekt soll den Frauen einen ersten Zugang zum Arbeiten in Deutschland ermöglichen. Hierbei stehen sowohl die Kommunikation auf Deutsch, die Zusammenarbeit mit deutschsprachigen Personen sowie das Arbeiten in der Gruppe im Fokus. Das Personal besteht demnach vorwiegend aus deutschsprachigen Mitarbeitern, die im Umgang mit Flüchtlingen geschult sind und bereits andere Projekte dieser Art, wie eine Nähwerkstatt für jugendliche Flüchtlinge, geleitet haben. Zudem gehören aber auch Flüchtlinge, die in ihrer sozialen Integration bereits eine große Entwicklung gemacht haben, zum Team. Diese sollen durch dieses Projekt direkt an den deutschen Arbeitsmarkt herangeführt werden. Methodisch wird vorwiegend auf das Arbeiten in Kleingruppen und Teams gesetzt, sodass die geflüchteten Frauen immer deutschsprachige Ansprechpartner zur Verfügung haben. Hierbei soll keine hierarchische Situation vorliegen, sondern ein Miteinander, sodass auch die Helfer des Teams zum gemeinsamen kreativen Arbeiten angehalten sind.