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Projekte der aktuellen Förderperiode 2014-2020

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Neu_Raum - Neuköllner Raum für Orientierung und Teilhabe


Bezirk(e):
Neukölln
Träger:
Projektadresse
EmPATI gGmbH c/o Pulsraum
Kottbusser Damm 25/26
4. OG, Vorderhaus
10967 Berlin
Kontakt / Ansprechpartner*in
Pantelis Lekakis-Kerkyraios, Projektleitung
E-Mail: plk@emp-ati.de
Tel.: 030 232 5590 81
Laufzeit: 01.07.2018 - 30.06.2020
Förderprogramm: PEB
Gesamtkosten: 366.399,57 €

Wichtigste Kooperationspartner
Quartiersmanagement Ganghoferstraße (Mieterberatung Prenzlauer Berg GmbH)
Otto Suhr Volkshochschule Berlin-Neukölln
Bezirksamt Neukölln/ Neuköllner Koordinierungsstelle für Flüchtlingsfragen/ Stabstelle Innovation und Integration
Jobcenter Neukölln (Beauftragte für Migration und Flüchtlinge)
Kurzbeschreibung
Das Projekt "Neu_Raum" leistet einen Beitrag zur Förderung der sozialen Integration und Beschäftigungsfähigkeit von besonders arbeitsmarktfernen Personen in Neukölln. Methodisch gilt es, sie in ihrem Lebensumfeld anzusprechen, ihnen Kenntnisse und Kompetenzen zu vermitteln, individuelle Perspektiven aufzuzeigen und gesellschaftliche Anerkennung zu initiieren.

Vorgehensweise und Methoden

Integrierte Lehrwerkstätten:
Projektteilnehmende erhalten in ihrer Freizeit berufsspezifische Einblicke zu den Arbeitsfeldern Technisches Zeichnen, Holzgewerbe oder Medien & Kommunikation. In Lehrwerkstätten wird berufsspezifisches Know-How fachkundig vermittelt. Dieses Wissen wird wiederum anhand eines parallel stattfindenden, integrierten Konstruktionsprozesses von sog. „gemeinnützigen Gütern“ praktisch und kontinuierlich vertieft. Die hergestellten Güter sind gemeinnützig, da sie sich auf eine konkrete Nachbarschaft (und deren Akteure) in Neukölln beziehen und dieser darüber hinaus für öffentliche Aktivitäten und Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

Coaching-Programm:
Durch 1. systemisches Einzel-Coaching, 2. Praxis-Beratung und 3. Lehrgängen zum Thema Arbeitsmarkt & Bewerbungstraining sind, je nach individueller Ausgangssituation bei dem einzelnen Teilnehmenden, Hürden der Beschäftigungsfähigkeit identifiziert, bestimmte Kompetenzen und Möglichkeiten der Teilhabe an Beschäftigung hergestellt bzw. erhöht worden. Ergänzend dazu entsteht ein umfassendes Profil-Portfolio für jeden Teilnehmenden, welches wiederum an Unternehmen weitergereicht werden kann.

Nachbarschaft & Mentoring:
Durch eine mit den Teilnehmenden und lokalen Netzwerkpartnern (Einrichtungen, Initiativen, Vereine etc.) koordinierte Planung bzw. Teilnahme an Aktivitäten eröffnen sich den Teilnehmenden Möglichkeiten der Begegnung, der sozialen Anerkennung und der persönlichen Vernetzung in ihrem konkreten Lebensumfeld. Soziale Kompetenzen werden so im nachbarschaftlichen Mentoring-Programm ganz beiläufig trainiert.
Zielgruppe
Nichterwerbstätige und arbeitsuchende Neu-Zuwanderer aus EU-Mitgliedsstaaten mit fehlender Berufspraxis und/oder unzureichender dt. Sprachkenntnisse, Langzeitarbeitslose, die durch (Wieder)Erlangen beruflicher und sozialer Kompetenzen den Anschluss an Teilhabe nicht verpassen wollen, Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund mit dem Bedürfnis ihre beruflichen Kompetenzen festzustellen und eine drohende, soziale Isolation zu bekämpfen, stehen im besonderen Fokus dieses Projektes.
Auswertung und Ergebnisse
Den Teilnehmenden wird ein Einblick in berufsspezifische Grundkenntnisse und Fachvokabular für drei Berufsfelder ermöglicht. Durch Mitwirkung an den Integrierten Lehrwerkstätten wird eine bedeutende Hilfestellung bzgl. der Orientierung auf dem Arbeitsmarkt angeboten. Denn eines der häufigsten Vermittlungshemmnisse stellt der Mangel an Selbstwertgefühl dar. Die Stärkung des individuellen Selbstwertgefühls ist eine wesentliche Zielvorgabe dieses Projekts und bildet konkret das theoretische Grundgerüst zum Konzept der „Gemeinnützigen Güter“.

Die Beschäftigungsfähigkeit der einzelnen Teilnehmenden wird darüber hinaus und insbesondere bei Inanspruchnahme des Coaching-Mentoring-Programms grundlegend verbessert: Durch die angebotene Einzelbetreuung werden die Teilnehmenden auf ihren beruflichen Werdegang aktiv unterstützt. Dabei wird methodisch auf die jeweils „mitgebrachten“ Kompetenzen eingegangen. Menschen, die unter einem Mangel an Selbstwertgefühl hadern, tendieren oftmals ihre Kompetenzen nicht bzw. unzureichend wahrzunehmen. Genau an diesem Punkt setzt die Kompetenzfeststellung an; die Teilnehmenden darin zu unterstützen, ihre Stärken zu benennen. Das Fördern von sozialen und kommunikativen Kompetenzen geht mit deren Einbindung in nachbarschaftliche Prozesse einher. Denn jede einzelne Veranstaltung, die sich der Gemeinnützigen Güter bedient, bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit sich in ihrem Lebensumfeld sozial zu vernetzen und gesellschaftliche Anerkennung zu genießen.