



Das Modellprojekt „STARK – Stark im Alltag, Rückhalt im Kiez“ richtet sich an Alleinerziehende in Berlin-Lichtenberg, die sich in belastenden Lebenssituationen befinden oder einen beruflichen Wiedereinstieg anstreben. Ziel des Projekts ist es, ihre soziale Teilhabe, persönliche Stabilität und Erwerbsfähigkeit durch einen ganzheitlichen Empowerment-Ansatz zu stärken. Dabei sollen insbesondere Selbstwirksamkeit, Alltagskompetenzen sowie berufliche und gesellschaftliche Handlungsmöglichkeiten der Teilnehmenden nachhaltig verbessert werden.
Durch diese Kombination aus Empowerment, Peer-Lernen, kreativer Beteiligung und struktureller Unterstützung entsteht ein übertragbares Modell, das neue Wege der sozialen Teilhabe und beruflichen Integration von Alleinerziehenden erprobt und damit einen Beitrag zu sozialer Innovation im lokalen Sozialraum leistet.
Zur Umsetzung kombiniert das Projekt individuelle Beratung und Coaching, gruppenbasierte Workshops sowie einen Peer-to-Peer-Ansatz, bei dem Teilnehmende zu Mentorinnen qualifiziert werden und sich gegenseitig unterstützen. Ergänzend werden kreative Medien- und Beteiligungsformate eingesetzt, in denen die Teilnehmenden ihre Erfahrungen sichtbar machen und kommunikative Kompetenzen entwickeln können. Eine flexible Kinderbetreuung ermöglicht zudem die Teilnahme an den Angeboten und schafft Freiräume für persönliche Entwicklung.
Methodisch basiert das Projekt auf systemischem Coaching, ressourcenorientierter Biografiearbeit, Peer-Learning sowie kreativen und partizipativen Lernformaten. Durch diese Kombination aus individueller Förderung, gemeinschaftlichem Lernen und struktureller Unterstützung werden nachhaltige Kompetenzzuwächse und neue Perspektiven für Alltag, Beruf und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht.
Die Zielgruppe des Projekts sind Alleinerziehende im Bezirk Berlin-Lichtenberg, die sich in belastenden Lebenssituationen befinden und Unterstützung beim beruflichen (Wieder-)Einstieg oder bei der Stabilisierung ihrer Erwerbssituation benötigen. Viele der Teilnehmenden tragen allein die Verantwortung für ihre Kinder und stehen gleichzeitig vor Herausforderungen wie unzureichender Kinderbetreuung, finanziellen Belastungen, eingeschränkten sozialen Netzwerken oder hoher psychosozialer Belastung.
Angesprochen werden sowohl Alleinerziehende, die aktuell nicht erwerbstätig sind und eine Rückkehr in den Arbeitsmarkt anstreben, als auch diejenigen, die bereits arbeiten, sich jedoch in unsicheren oder stark belastenden Beschäftigungssituationen befinden. Besonders berücksichtigt werden Alleinerziehende mit Migrationsgeschichte, geringem Einkommen oder erschwertem Zugang zu bestehenden Unterstützungsangeboten.
Das Projekt richtet sich damit gezielt an Personen, die durch ihre Mehrfachbelastung ein erhöhtes Risiko sozialer Isolation oder beruflicher Benachteiligung haben und durch niedrigschwellige, empowernde Unterstützungsangebote gestärkt werden sollen.
Das Projekt zielt darauf ab, Alleinerziehende in belastenden Lebenssituationen ganzheitlich zu stärken und ihre soziale Teilhabe, persönliche Stabilität sowie ihre Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt nachhaltig zu verbessern. Durch Coaching, Workshops und Peer-Unterstützungsstrukturen sollen die Teilnehmenden ihre individuellen Ressourcen erkennen und weiterentwickeln sowie neue Handlungsstrategien für Alltag, Familie und Beruf erlangen.
Zu den beabsichtigten Wirkungen gehört insbesondere die Stärkung der Selbstwirksamkeit, der Selbstorganisation und der Entscheidungsfähigkeit der Teilnehmenden. Gleichzeitig werden Kompetenzen in Bereichen wie Kommunikation, Zeitmanagement, Stressbewältigung und berufliche Orientierung gefördert. Dies soll dazu beitragen, Überforderungssituationen zu reduzieren, soziale Isolation abzubauen und realistische berufliche Perspektiven zu entwickeln.
Darüber hinaus sollen durch den Aufbau von Peer-Strukturen stabile Unterstützungsnetzwerke zwischen Alleinerziehenden entstehen, die gegenseitige Hilfe, Austausch und langfristige soziale Stabilisierung ermöglichen. Ergänzend fördert das Projekt kommunikative und mediale Kompetenzen der Teilnehmenden und stärkt ihre gesellschaftliche Sichtbarkeit sowie ihre Beteiligung an öffentlichen Diskursen.
Insgesamt wird angestrebt, dass ein Großteil der Teilnehmenden messbare Kompetenzzuwächse erreicht und gestärkt in familiäre, berufliche und gesellschaftliche Kontexte zurückkehrt.
Zu den wichtigsten Kooperationspartnern des Projekts gehören zentrale Akteur:innen aus Verwaltung, sozialer Infrastruktur und lokalen Netzwerken im Bezirk Berlin-Lichtenberg. Dazu zählt insbesondere die Gleichstellungsbeauftragte des Bezirks Lichtenberg, die das Projekt fachlich begleitet und wichtige Impulse zu gleichstellungspolitischen Fragestellungen einbringt. Ebenso ist die Koordinierungsstelle für Alleinerziehende im Bezirk Lichtenberg eine wichtige Partnerin, da sie die Anbindung an bestehende Unterstützungsstrukturen und Netzwerke im Bezirk unterstützt.
Weitere bedeutende Partner sind Familienzentren und Kindertageseinrichtungen im Bezirk, die bei der Ansprache der Zielgruppe, der Vernetzung im Sozialraum sowie bei der Umsetzung der ergänzenden Kinderbetreuung mitwirken, ebenso wie die Geschäftsstelle des BBWA Lichtenberg.
