Medialab Tempelhof-Schöneberg

Medialab Tempelhof-Schöneberg
Bezirk
Tempelhof-Schöneberg
Träger
Plenum Communications GmbH
Prühßstraße 50
12105 Berlin
Deutschland
Projektadresse
Medialab Tempelhof-Schöneberg
Prühßstraße 50
12105 Berlin
Deutschland
Kontakt / Ansprechpartner*in
Ivailo Ivanov
Projektleitung
017643699354
Plenum Communications GmbH
Laufzeit:01.10.2024-31.03.2025
Förderprogramm:LSI 2023/1 (Entwicklungsprojekte)
Beantragte Fördersumme:49.986,30
Kurzbeschreibung

Im Zentrum des Entwicklungsprojekts MediaLab steht die Entwicklung eines fortschrittlichen Aus- und Fortbildungskonzepts im Bereich Mediengestaltung, das zur Fachkräftesicherung und sozialen Teilhabe beitragen soll. Es richtet sich an die aktuellen und zukünftigen Anforderungen der Kreativwirtschaft – insbesondere im Hinblick auf die Potenziale Künstlicher Intelligenz in der medialen Gestaltung.

Ziel des Projekts war es, innerhalb von sechs Monaten die Grundlagen für einen modularen Lehrplan zu schaffen, der eine praxisnahe Verbindung von Gestaltungssoftware, KI-Technologien und theoretischem Wissen ermöglicht. Der Lehrplan integriert die Bereiche KI, Grafikdesign, Video, Animation sowie Grundlagen des digitalen Marketings.

Die Umsetzung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der VHS Tempelhof-Schöneberg, der Wirtschaftsförderung des Bezirks sowie re:publica als Netzwerkpartnerin. Zentraler Kooperationspartner ist die VHS Tempelhof-Schöneberg, mit der ein zertifizierungsfähiger Lehrplan erarbeitet wird.

Der Innovationsanspruch des Projekts liegt in der Verbindung von KI-Technologien mit gestalterischer und medialer Bildung. Diese Verbindung wird zielgruppengerecht, praxisorientiert und modular aufbereitet. Lernende erhalten dadurch die Möglichkeit, digitale Tools nicht nur anzuwenden, sondern auch strategisch für unterschiedliche Berufsprofile nutzbar zu machen.

Das Projekt vereint:

– neue Inhalte (Künstliche Intelligenz & Mediengestaltung),
– neue Methoden (modular, interaktiv, selbstgesteuert),
– neue Zielgruppen (u. a. Migrantinnen und Arbeitssuchende),
– sowie neue Anerkennungswege (zertifizierbar mit Praxisbezug),

in einem Bildungsformat, das technologisch aktuell und sozial inklusiv ist.

Zielgruppe

Das Entwicklungsprojekt richtete sich an Personen, die den im Aufruf genannten ESF-Zielgruppen entsprachen, insbesondere arbeitslose und nichterwerbstätige Personen sowie Personen mit besonderem Unterstützungsbedarf. Ziel des Entwicklungsprojekts war es, ein neues Qualifizierungs- und Lernkonzept im Bereich kreativer und digitaler Tätigkeitsfelder zu erproben und weiterzuentwickeln.

Im Rahmen des Entwicklungsprojekts wurde ein Testdurchlauf mit einer altersheterogenen Gruppe durchgeführt. Alle beteiligten Personen entsprachen den förderrechtlichen Vorgaben. Der Testdurchlauf diente dazu, das Grundkonzept unter unterschiedlichen Lebenslagen, Lernvoraussetzungen und beruflichen Ausgangssituationen zu erproben und dessen Praxistauglichkeit zu überprüfen.

Im Verlauf des Entwicklungsprojekts zeigte sich insbesondere durch die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern, darunter die Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg, eine konkrete und bislang unzureichend adressierte Problemlage: Personen mit Migrationsgeschichte, häufig Frauen, verfügen über hohe kreative Potenziale und ein starkes Interesse an digitalen Tätigkeitsfeldern, haben jedoch aufgrund sprachlicher Barrieren, fehlender formaler Abschlüsse und begrenzter Zugänge zu bestehenden Qualifizierungsangeboten nur eingeschränkte Teilhabemöglichkeiten.

Auf Grundlage der im Entwicklungsprojekt gewonnenen Erkenntnisse wurde deutlich, dass für diese Zielgruppe ein niedrigschwelliges, flexibles Modellkonzept erforderlich ist, das den Zugang zu digitalen und kreativen Lerninhalten erleichtert, an unterschiedliche Lebenslagen anschlussfähig ist und neue Wege der beruflichen Orientierung und Qualifizierung eröffnet. Für diese spezifische Zielgruppe und Problemlage soll das entwickelte Modellkonzept nun weiter ausdifferenziert und angewendet werden.

Beabsichtigte Ergebnisse und Wirkungen

Das Entwicklungsprojekt MediaLab Tempelhof-Schöneberg hatte das Ziel, ein innovatives und übertragbares Aus- und Fortbildungskonzept im Bereich der Mediengestaltung zu erarbeiten. Im Fokus stand die Entwicklung eines modularen Curriculums für visuelle und digitale Kommunikation, das sowohl den Bedürfnissen der Digital- und Kreativwirtschaft entspricht als auch benachteiligten Gruppen den Zugang zu neuen Berufsperspektiven eröffnet – insbesondere durch die Integration Künstlicher Intelligenz (KI) in kreative Bildungsprozesse.

Zentrale Wirkungsziele waren:

– die Qualifizierung bildungsbenachteiligter und arbeitsmarktferner Personen durch niedrigschwellige, praxisorientierte Lernangebote,
– die Entwicklung barrierearmer Formate für den Zugang zu digitalen Technologien und gestalterischen Werkzeugen,
– die Förderung selbstgesteuerten Lernens über digitale Medien, um individuelle Lernpfade zu ermöglichen,
– sowie die Entwicklung eines modifizierbaren Lehrplans, der durch die VHS Tempelhof-Schöneberg zertifizierbar ist.

Die zugrundeliegende Bedarfsanalyse in Zusammenarbeit mit der bezirklichen Wirtschaftsförderung machte deutlich, dass sowohl Fachkräfte im digitalen Bereich fehlen als auch geeignete Qualifizierungsangebote für bisher unterrepräsentierte Zielgruppen.

Im Projekt wurde besonderer Wert auf die Verbindung moderner Technologien mit bewährten Methoden der Erwachsenenbildung gelegt. Der modulare Aufbau ermöglicht Teilnehmenden eine schrittweise Qualifizierung – von der Aneignung grundlegender Medienkompetenzen bis zur Vorbereitung auf konkrete Berufsfelder.

Durch enge Zusammenarbeit mit der VHS Tempelhof-Schöneberg sowie der re:publica als Netzwerkpartnerin konnten Kursformate konzipiert werden, die auf die Anforderungen von Teilnehmenden, Bildungsträgern und der digitalen Wirtschaft abgestimmt sind. Der Aufbau eines lokalen Netzwerks mit Akteuren aus Bildung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft trug wesentlich zur Qualitätssicherung und Passgenauigkeit des Konzepts bei.

Das Projekt legt den Grundstein für eine nachhaltige Struktur, die langfristig zur beruflichen Integration und sozialen Teilhabe benachteiligter Gruppen beitragen kann.

Erzielte Ergebnisse und Wirkungen

Der Ausgangspunkt der Projektentwicklung lag in der überdurchschnittlich hohen Arbeitslosigkeit im Bezirk Tempelhof-Schöneberg und der damit verbundenen Im Rahmen des Projekts MediaLab Tempelhof-Schöneberg wurde eine strategische Entwicklungspartnerschaft aufgebaut, die zentrale Akteure aus Bildung, Wirtschaft, Digitalisierung und sozialer Arbeit vereint. Ziel war es, ein zukunftsfähiges, modulares Aus- und Fortbildungskonzept im Bereich der digitalen Mediengestaltung zu konzipieren. Die Zusammenarbeit basierte auf dem Prinzip komplementärer Expertisen – von technologischer Entwicklung über pädagogische Integration bis hin zur arbeitsmarktbezogenen Ausrichtung.

Die Projektkoordination lag bei Plenum Communications, das seine medienpraktische, technologische und KI-bezogene Expertise in die Konzeption und Durchführung einbrachte. Durch kontextbezogene Recherchen, inhaltliche Ausarbeitung und erste Erprobungen mit der Zielgruppe wurden grundlegende Bausteine für das geplante Curriculum geschaffen.

Die VHS Tempelhof-Schöneberg agierte als zentraler Bildungspartner mit fundierter Erfahrung in der Erwachsenenbildung. Neben der Einbringung didaktischer Expertise wurden erste Überlegungen zu zertifizierbaren Lernformaten angestoßen sowie Möglichkeiten identifiziert, migrantische Zielgruppen über Integrationskurse zu erreichen.

Mit der re:publica stand ein innovativer Netzwerkpartner zur Seite, der aktuelle Entwicklungen der digitalen Kulturwirtschaft in die Projektarbeit einfließen ließ. Die Zusammenarbeit ermöglichte eine kontinuierliche Rückkopplung der Inhalte mit Expert:innen und förderte eine zukunftsgerichtete, praxisnahe Entwicklung.

Die Wirtschaftsförderung des Bezirks Tempelhof-Schöneberg unterstützte das Projekt als strategische Schnittstelle zur lokalen Wirtschaft. Sie half bei der Erhebung arbeitsmarktrelevanter Bedarfe und trug zur Vernetzung mit regionalen Unternehmen bei.

Durch diese enge Zusammenarbeit konnte im Rahmen des Entwicklungsprojekts eine belastbare Grundlage geschaffen werden, auf der ein praxisnahes, zielgruppenorientiertes Bildungsangebot im Bereich der digitalen Mediengestaltung aufbauen kann.

Entwicklungspartner und wichtigste Kooperationspartner

Die Entwicklung des MediaLab Tempelhof-Schöneberg wurde durch eine interdisziplinäre Partnerschaft getragen, die zentrale Akteure aus Bildung, Medienpraxis, Digitalisierung und Wirtschaft vernetzt. Ziel der Zusammenarbeit war die gemeinsame Erarbeitung eines modularen, KI-gestützten Aus- und Fortbildungskonzepts im Bereich der digitalen Mediengestaltung.

Plenum Communications GmbH übernahm die koordinierende Rolle im Projekt. Das Unternehmen brachte seine umfangreiche Erfahrung in der Medienentwicklung sowie seine technische und konzeptionelle Expertise im Umgang mit Künstlicher Intelligenz in die Projektstruktur ein. Plenum leitete die inhaltliche Entwicklung, konzipierte erste Testformate und koordinierte die Abstimmung zwischen den beteiligten Partnern.

Die VHS Tempelhof-Schöneberg fungierte als zentraler Bildungspartner. Sie stellte ihre pädagogische Fachkompetenz, Kenntnisse zu lokalen Weiterbildungsbedarfen sowie erste strukturelle Rahmenbedingungen für die Entwicklung zertifizierbarer Lernformate bereit. Durch ihre Integrationskurse bietet die VHS auch Zugang zu relevanten Zielgruppen, insbesondere Personen mit Migrationsgeschichte.

Die Wirtschaftsförderung des Bezirks Tempelhof-Schöneberg unterstützte das Projekt bei der Ermittlung regionaler Fachkräftebedarfe und stellte Verbindungen zu Unternehmen aus der Digital- und Kreativwirtschaft her. Dadurch konnte sichergestellt werden, dass die inhaltliche Ausrichtung des Konzepts an realen Anforderungen des Arbeitsmarkts orientiert ist.

re:publica ergänzte die Partnerschaft als innovativer Impulsgeber mit direkter Anbindung an die digitale Kulturwirtschaft. Durch Workshops und Fachexpertise wurden aktuelle Trends aufgegriffen und in die inhaltliche Ausarbeitung integriert. Zudem ermöglichte die Zusammenarbeit den Zugang zu einem breiten Netzwerk an Fachleuten aus Technologie, Kreativwirtschaft und Bildung.

Diese Entwicklungspartnerschaft bildete die Grundlage für ein kooperativ erarbeitetes Konzept, das praxisnah, anschlussfähig und auf Transfer ausgelegt ist. Die Zusammenarbeit aller Akteure war darauf ausgerichtet, ein innovatives Qualifizierungsangebot zu schaffen, das sowohl technologisch als auch sozial inklusiv ist.