PowerPlay

PowerPlay
Bezirk
Tempelhof-Schöneberg
Träger
TeachCom Edutaiment gGmbH
Großbeerenstraße 2-10,
12107 Berlin / Brandenburg
Deutschland
Gebäude3, Etage 5
Projektadresse
Großbeerenstraße 2-10,
Gebäude3, Etage 5
12107 Berlin
Deutschland
Kontakt / Ansprechpartner*in
Rene Mühlroth
Projektleiter
0160 90 35 84 24
0160 90 35 84 24
TeachCom Edutainment gGmbH
Laufzeit:01.01.2026-30.06.2026
Förderprogramm:LSI 2025/2 (Entwicklungsprojekte)
Beantragte Fördersumme:49.998,56
Kurzbeschreibung

PowerPlay zielt darauf ab, ergänzend zu bestehenden Berufsorientierungsangeboten eigenständige, innovative und sozialräumlich verankerte betriebliche Formate zu entwickeln. Diese richten sich an Ausbildungsbetriebe in Unternehmensnetzwerken und Gewerbegebieten des Bezirks und sollen der lokalen Besetzung von Ausbildungsplätzen dienen.

 

Im Rahmen eines anschließenden Modellprojekts wird ein Gesamtkonzept umgesetzt, das die Entwicklung, Planung, Durchführung, Evaluation und Verstetigung dieser Formate vorsieht. Dabei übernehmen arbeits- und erwerbslose Menschen, geflüchtete Personen sowie Migrant_innen eine aktive Rolle. Aus ihrer Perspektive als Betroffene gestalten sie die Angebote mit, um eigene berufliche Orientierung und den Übergang in Ausbildung oder Arbeit zu fördern. Gleichzeitig werden sie durch diesen partizipativen Ansatz gestärkt und in ihrer sozialen wie beruflichen Integration unterstützt.

Zielgruppe

Das Projekt richtet sich an folgende Zielgruppe:

Erwerbslose Menschen mit und ohne Flucht- bzw. Migrationsgeschichte im Alter von 16 bis 55 Jahren aus dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg, die aktuell nicht in Ausbildung oder stabiler Erwerbstätigkeit sind. Im Fokus stehen Personen, die Interesse an der aktiven Mitgestaltung innovativer Berufsorientierungsformate haben. Bis zu sechs Teilnehmende sollen im Rahmen der LSI-Entwicklungspartnerschaft als Expert_innen aus Betroffenenperspektive eingebunden werden. Sie wirken gleichberechtigt an der Konzeption mit und können später als Mitgestaltende oder Durchführende im Modellprojekt „PowerPlay“ aktiv werden.

 

Gleichwertig mitgedacht werden kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie deren Unternehmensnetzwerke – insbesondere der Arbeitskreis Personal & Ausbildung und der Netzwerkvorstand des bezirklichen Unternehmensnetzwerks Großbeerenstraße. Diese Betriebe zeichnen sich durch ihre Offenheit für Vielfalt und ihre Bereitschaft zur Fachkräftesicherung durch duale Ausbildung aus. Sie unterstützen das Projekt durch die Öffnung ihrer Strukturen für PowerPlay-Formate und wirken aktiv an der Umsetzung mit.

 

Ziel ist es, eine inklusive Entwicklungspartnerschaft aufzubauen, die bedarfsgerechte Angebote für betriebliche Orientierung gestaltet und zugleich die nachhaltige Verankerung der Formate in den Unternehmensnetzwerken sichert.

Beabsichtigte Ergebnisse und Wirkungen

Ziel der Entwicklungspartnerschaft ist es, ein tragfähiges Konzept für innovative, sozialräumlich vernetzte und unternehmensnetzwerkgestützte betriebliche Formate der Berufsorientierung zu entwickeln. Diese Formate richten sich an Ausbildungsbetriebe aus den bezirklichen Unternehmensnetzwerken und Gewerbegebieten sowie an erwerbslose Menschen mit und ohne Einwanderungsgeschichte. Ziel ist es, einen Beitrag zur lokalen Fachkräftesicherung durch Berufsausbildung zu leisten.

 

Der Ausgangspunkt des Projekts ist die Annahme, dass bestehende Berufsorientierungsangebote nicht ausreichend die Potenziale und Besonderheiten von Ausbildungsbetrieben in der Formatentwicklung berücksichtigen. Dadurch bleiben diese Angebote in ihrer Handlungsorientierung, ihrem Praxisbezug und Innovationsgehalt oft hinter ihren Möglichkeiten zurück. Insbesondere wird das Potential betriebsübergreifender, netzwerkgestützter und sozialraumvernetzter Berufsorientierungskooperationen bislang nicht hinreichend genutzt. Das begrenzt ihre Wirkung im Übergang in die Berufsausbildung.

 

Das Projekt überprüft daher, ob und unter welchen Bedingungen arbeitssuchende Menschen mit und ohne Einwanderungsgeschichte als aktive Mitgestaltende und Umsetzer in PowerPlay eingebunden werden können. Zudem werden die Herausforderungen und Bedarfe der Ausbildungsbetriebe und ihrer Netzwerke bei der Entwicklung und Umsetzung sozialraumvernetzter, betriebsübergreifender und netzwerkgestützter Berufsorientierungsangebote untersucht. Dabei wird auch geklärt, unter welchen Bedingungen diese Betriebe bereit sind, an solchen Formaten mitzuwirken.

 

Das sozial-innovative Lösungspotenzial liegt in einem Perspektivwechsel: Erwerbslose Menschen mit und ohne Einwanderungsgeschichte sollen nicht nur passive Zielgruppe von Maßnahmen sein, sondern selbst aktiv als Mitgestaltende agieren. Gleichzeitig wird das Thema Fachkräftesicherung neu gedacht –als betriebsübergreifende, netzwerkgestützte Berufsorientierung im außerunterrichtlichen Bereich.

 

Entwicklungspartner und wichtigste Kooperationspartner

Die Entwicklungspartnerschaft wird durch TCE geleitet. Die Wirtschaftsförderung im Bezirk Tempelhof-Schöneberg sowie das Unternehmensnetzwerk Großbeerenstraße mit seinen Ausbildungsbetrieben sind Entwicklungspartner. Letzteres wird durch assoziierte Unternehmen sowie mindestens ein Unternehmen aus dem Arbeitskreis „Personal & Ausbildung“ vertreten. 

Sie bringen komplementäre Perspektiven ein: Während der Träger die inhaltliche und operative Projektkoordination verantwortet, stellt das Bezirksamt die strategische Verbindung zu den integrations- und wirtschaftspolitischen Zielen sowie den Strategien der lokalen Fachkräftesicherungsinitiativen auf Bezirksebene sicher und gewährleistet eine strukturelle Verankerung. Die Unternehmenspartner sorgen für Praxisnähe, betriebliche Ressourcen und die Erprobung entwickelter Formate in einem realen KMU-Umfeld.

Das Ziel der Anfangsbesetzung ist es, ein solides Fundament für die Entwicklung eines wirkungsorientierten Modellprojekts zu schaffen. Die Wirtschaftsförderung unterstützt das Projekt maßgeblich durch die Vermittlung von Kontakten zu weiteren relevanten Partnern aus Verwaltung und Wirtschaft, beispielsweise zu den Beauftragten für Integration oder den bezirklichen Netzwerken. Die Praxispartner sind als Schnittstelle zur Zielgruppe der KMUs unerlässlich, da sie frühzeitig Rückmeldungen zur Umsetzbarkeit geplanter Formate geben und einen Vorbildcharakter für potenzielle Modellbetriebe haben.

 

Die Auswahl der Partner erfolgt nach den Kriterien der Umsetzungskompetenz und des Netzwerkzugangs. Perspektivisch wird die Partnerschaft im Verlauf des Projekts weiter ausgebaut, unter anderem durch Migrant:innenorganisationen sowie zusätzliche Unternehmen, Netzwerke und Sozialraumpartner aus dem Bezirk. Auf diese Weise entsteht ein multiperspektivisches Netzwerk als Grundlage für eine tragfähige, praxisorientierte Modellprojektkonzeption.