

Die Comhard GmbH bietet im Rahmen des Projekts ein innovatives, niedrigschwelliges Bildungs- und Beratungsangebot. Ziel ist die digitale Grundbildung für arbeitsmarktferne Zielgruppen, um deren soziale Teilhabe und Beschäftigungschancen zu verbessern. Durch individuelle 1-zu-1-Hilfen und Digital-Workshops in Alltags- und Berufskontexten werden grundlegende digitale Kompetenzen vermittelt. Die Themen reichen von der Nutzung digitaler Behördenwege, der Bewältigung digitaler Alltagskommunikation bis hin zum sicheren Umgang mit sozialen Medien. Mit zwei PC-Arbeitsplätzen, persönliche Beratung und Hilfe vor Ort und einem vielfältigen Workshop-Programm adressiert das Projekt speziell Menschen mit geringen digitalen Vorkenntnissen aus Friedrichshain, die Unterstützung bei der beruflichen Integration benötigen. Die barrierefreie Gestaltung des Standorts ermöglicht einen inklusiven Zugang.
Das Angebot richtet sich an Menschen aus dem Einzugsgebiet Friedrichshain, die über geringe digitale Kompetenzen verfügen und dadurch unsicher im Umgang mit digitalen Geräten, Anwendungen und Tools sind. Dies schließt insbesondere Personen ein, die aufgrund von Langzeitarbeitslosigkeit, Fluchterfahrung oder anderen benachteiligenden Lebensumständen nicht aktiv am digitalen Fortschritt teilgenommen haben. Oft fehlen ihnen die Möglichkeiten und Ressourcen, um digitale Fähigkeiten aufzubauen, sei es aufgrund fehlender finanzieller Mittel für entsprechende Kurse oder mangelnder Zugänge zu technischer Infrastruktur. Zudem können sprachliche Barrieren oder fehlende Unterstützung bei der Integration in die digitale Welt die Hürden weiter erhöhen.
Das Angebot richtet sich daher gezielt an Personen, die bisher wenig Zugang zu digitaler Bildung hatten und nun die Chance erhalten sollen, ihre digitalen Kompetenzen zu erweitern. Es sollen Menschen erreicht werden, die Unterstützung bei der beruflichen Integration benötigen und möglicherweise Leistungen des Jobcenters beziehen. Darüber sind auch Personen in Elternzeit oder mit familiären Verpflichtungen angesprochen, die bisher keine Möglichkeit hatten, an geförderter Weiterbildung teilzunehmen.
In einer zunehmend digitalisierten Welt ist der sichere Umgang mit digitalen Technologien entscheidend für soziale Teilhabe und beruflichen Erfolg. Das Projekt setzt hier an und bietet niedrigschwellige Bildungs- und Beratungsangebote für Menschen mit geringen digitalen Vorkenntnissen. So soll die digitale Kluft verringert werden, die durch ungleichen Zugang, fehlende Fähigkeiten und mangelnde Ressourcen soziale Ungleichheiten verstärkt.
Das Projekt kombiniert individuelle Coachings, Workshops und den Zugang zu PC-Arbeitsplätzen, damit Teilnehmende neue Kompetenzen direkt praktisch anwenden können. Barrieren wie fehlende Geräte oder Vorkenntnisse werden gezielt abgebaut, um den souveränen Umgang mit Internet, E-Mail, digitalen Behördengängen und sozialen Medien zu ermöglichen.
Wirkung des Projekts:
- Output: Bereitstellung eines vielfältigen Trainings- und Beratungsangebotes, abgestimmt auf Vorkenntnisse und Ziele der Teilnehmenden. Dazu gehören Workshops, persönliches Coaching sowie Zugang zu Computern mit Internet, Drucker und Scanner.
- Outcome (kurzfristig): Die Teilnehmenden bauen Ängste ab und gewinnen Sicherheit im Umgang mit digitalen Tools. Sie schaffen eine Grundlage für weiterführendes Lernen und erkennen den Nutzen digitaler Anwendungen im Alltag.
- Outcome (mittel- bis langfristig): Mit den erworbenen Kompetenzen verbessern sich ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Sie stärken ihre soziale Teilhabe und nutzen digitale Ressourcen für Jobsuche, lebenslanges Lernen und Alltagsbewältigung.
- Impact: Der innovative Lösungsansatz unterscheidet sich von klassischen Computerkursen durch persönliche Ansprache und konkrete Alltagsbezüge. So lassen sich Hemmschwellen effektiver abbauen. Gelingt dies, kann das Projekt einen wichtigen Beitrag zu einer inklusiven Gesellschaft leisten, in der digitale Teilhabe nicht mehr vom sozioökonomischen Status abhängig ist.
Damit leistet das Projekt einen entscheidenden Beitrag zur Überwindung der digitalen Kluft, fördert soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit. Es legt die Basis für eine erfolgreiche berufliche Integration und stärkt die aktive Teilhabe am digitalen Leben.
Output-Ebene:
Den Teilnehmenden standen individuelle Beratungsangebote, praxisorientierte Workshops sowie eine technische Infrastruktur mit PC-Arbeitsplätzen, Internetzugang, Druck- und Scanmöglichkeiten zur Verfügung. Die Angebote waren niedrigschwellig ausgestaltet und orientierten sich konsequent an den konkreten Fragestellungen und Bedarfen der Teilnehmenden.
Kurzfristige Outcome-Ebene:
Die Teilnehmenden erwarben grundlegende digitale Kompetenzen im Umgang mit digitalen Endgeräten, Internet, E-Mail und ausgewählten Anwendungen. Bestehende Unsicherheiten und Ängste im Umgang mit digitalen Medien konnten deutlich reduziert werden. Viele Teilnehmende nutzten digitale Anwendungen erstmals selbstständig und entwickelten Vertrauen in die eigene digitale Handlungsfähigkeit.
Die im Projekt durchgeführte Erhebung zur Kompetenzentwicklung zeigte, dass die Teilnehmenden in den meisten Fällen einen Zuwachs in nahezu allen Bereichen der zugrunde gelegten Kompetenzmatrix verzeichneten. Lediglich bei einzelnen Teilnehmenden beschränkte sich der Kompetenzzuwachs auf 3 bis 4 Kompetenzbereiche, was in der Regel mit einer sehr fokussierten Nutzung des Angebots auf spezifische individuelle Bedarfe zusammenhing. Insgesamt belegt die Erhebung einen klar nachvollziehbaren Kompetenzzuwachs bei der überwiegenden Mehrheit der Teilnehmenden.
Mittel- bis langfristige Outcome-Ebene:
Aufbauend auf den erworbenen Grundlagen waren die Teilnehmenden zunehmend in der Lage, digitale Anwendungen gezielt für alltags- und berufsbezogene Zwecke einzusetzen. Besonders deutlich zeigte sich dies im Bereich der digitalen Bewerbung sowie der digitalen Kommunikation mit Behörden. Die Teilnehmenden konnten Bewerbungsunterlagen digital erstellen und versenden, Online-Stellenangebote nutzen und digitale Kommunikationswege sicher anwenden.
Zentral ist zudem, dass die Teilnehmenden durch die erlangten digitalen Kompetenzen ihre Ressourcen für lebenslanges Lernen nachhaltig erweitern konnten. Sie entwickelten die Fähigkeit, digitale Angebote eigenständig zur Informationsbeschaffung, Weiterbildung und beruflichen Orientierung zu nutzen. Darüber hinaus wurden arbeitsmarktrelevante digitale Kompetenzen aufgebaut, die unmittelbar im Kontext von Jobsuche, Bewerbung und Arbeitsmarktintegration einsetzbar sind.
Impact-Ebene:
Auf übergeordneter Ebene leistete das Projekt einen nachhaltigen Beitrag zur Verringerung der digitalen Kluft bei einer arbeitsmarktfernen Zielgruppe. Durch den geschützten, niedrigschwelligen Zugang zu digitalen Lern- und Beratungsangeboten wurden strukturelle Barrieren abgebaut, die einer aktiven gesellschaftlichen und beruflichen Teilhabe bislang entgegenstanden.
Der im Projekt verfolgte Ansatz – die Kombination aus individueller, problemorientierter Beratung und thematisch fokussierten Workshops – erwies sich als besonders geeignet, Motivation, Lernbereitschaft und Selbstwirksamkeit bei den Teilnehmenden zu stärken. Die Teilnehmenden wurden befähigt, digitale Technologien dauerhaft und selbstständig zu nutzen und sich sicherer in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft zu bewegen.
Damit trägt das Projekt langfristig zu mehr Chancengleichheit, sozialer Teilhabe und besseren Voraussetzungen für eine nachhaltige berufliche Integration bei. Zugleich liefert es praxisnahe Erkenntnisse darüber, wie niedrigschwellige, offene Lernsettings wirksam zur digitalen Befähigung benachteiligter Zielgruppen beitragen können.
Für die Akquise der Teilnehmenden war die Kooperation mit Sprachschulen, insbesondere der Pflegeschule Berlin – international –, von zentraler Bedeutung. Darüber hinaus wurde das Programm über ein starkes Netzwerk verbreitet, dem unter anderem das FrauenComputerZentrumBerlin e. V., die Initiative Tech in the City e. V., das Social Impact Lab Berlin sowie das Digital-Zentrum Berlin angehören.
