ChancenBot – Erzieher*innen von morgen für Tempelhof-Schöneberg

ChancenBot - Erzieher*innen von morgen für Tempelhof-Schöneberg
Bezirk
Tempelhof-Schöneberg
Träger
wortlaut Bildungswerkstatt UG (haftungsbeschränkt)
Sachsendamm 93
10829 Berlin
Deutschland
Aufgang B
Projektadresse
10115 Berlin
Deutschland
Kontakt / Ansprechpartner*in
Arta Mahmuti
Projektleitung
Laufzeit:01.01.2026-31.12.2027
Förderprogramm:LSI 2024/1 (Modellprojekte)
Beantragte Fördersumme:299.987,80
Kurzbeschreibung

Das Modellprojekt „ChancenBot“ richtet sich an Menschen im Bezirk Tempelhof-Schöneberg, die sich für den Einstieg in den Erzieher*innen-Beruf interessieren. Dabei verfolgt das Projekt einen zweigleisigen Ansatz: Einerseits werden Teilnehmende in einem modular aufgebauten Berufsorientierungskurs begleitet, der individuelle Beratung, praktische Einblicke durch Praktika, Besuche in Fachschulen sowie regelmäßige Austauschrunden umfasst. Ziel ist es, den Teilnehmenden Klarheit über die nächsten erforderlichen Schritte im Berufseinstieg zu vermitteln, sie mit relevanten Unterstützungsangeboten vertraut zu machen und ihre berufliche Entwicklung nachhaltig zu fördern. Andererseits wird ein klickbasierter Chatbot entwickelt, der Informationen zur Berufsorientierung mehrsprachig, kompakt und asynchron bereitstellt. Dieser „ChancenBot“ wird auf Grundlage der Bedarfe und Rückmeldungen der Teilnehmenden sowie relevanter Fachstellen konzipiert und iterativ weiterentwickelt. Am Projektende soll eine funktionsfähige Beta-Version inklusive Handbuch vorliegen, deren Pflege perspektivisch an geeignete Institutionen übergeben werden kann.

Zielgruppe

Die Zielgruppe umfasst in erster Linie Alleinerziehende und Menschen mit Migrationserfahrung im Bezirk Tempelhof-Schöneberg, die sich für den Einstieg in den Erzieher*innen-Beruf interessieren. Beide Gruppen sind aufgrund eingeschränkter Erwerbschancen, fehlender oder nicht anerkannter Qualifikationen sowie besonderer Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf überdurchschnittlich häufig von Armut bedroht. Darüber hinaus steht das Angebot auch weiteren Personen offen, die sich beruflich neu orientieren möchten und Unterstützung beim Einstieg in das frühpädagogische Berufsfeld benötigen.

Beabsichtigte Ergebnisse und Wirkungen

Das Projekt soll dazu beitragen, dass sich die Teilnehmenden nachhaltig im frühpädagogischen oder sozialen Bereich orientieren und beruflich weiterentwickeln. Durch Beratungen, praktische Erprobungsphasen sowie Austauschformate sollen sie ihre beruflichen Möglichkeiten klarer einschätzen, notwendige Schritte benennen und diese aktiv umsetzen können. Dies umfasst zum Beispiel die Aufnahme einer Ausbildung oder Qualifizierung im frühpädagogischen Bereich.
Für die Nutzer*innen des ChancenBots wird angestrebt, dass sie zielgruppenspezifische und verständlich aufbereitete Informationen zuverlässig finden und dadurch Orientierungshilfen erhalten, die zu konkreten Handlungen führen. Dazu gehört insbesondere die Nutzung passender Beratungs- und Informationsangebote sowie die Aufnahme eines beruflichen Einstiegs oder einer Ausbildung im Erzieher*innen-Beruf. Insgesamt stärkt das Projekt die berufliche Perspektive der Zielgruppen und trägt dazu bei, neue Fachkräfte für den Bezirk zu gewinnen.

Wichtigste Kooperationspartner

Das Modellprojekt stützt sich auf ein breites Netzwerk im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Eine zentrale Rolle spielt das Bezirksamt, insbesondere mit der Gleichstellungsstelle, der Stelle für Partizipation und Integration sowie der Stelle für Gute Arbeit, die zugleich im Bezirklichen Bündnis für Wirtschaft und Arbeit verankert ist. Diese Stellen bringen umfangreiche Expertise zu Gleichstellungsthemen, migrationsbezogenen Bedarfen, Arbeitsmarktfragen und sozialer Innovation ein und bilden wichtige Schnittstellen zu bezirklichen sowie überbezirklichen Akteur*innen.
Ebenso bedeutsam ist die Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Tempelhof-Schöneberg und der Agentur für Arbeit Berlin Süd. Insbesondere die jeweiligen Stellen zur Chancengleichheit am Arbeitsmarkt unterstützen das Projekt bei der Zielgruppenansprache, fachlichen Beratung und der Prüfung von Transfermöglichkeiten für die Ergebnisse, insbesondere im Hinblick auf den Chatbot.
Im Bildungsbereich sind die Fachschulen für Sozialpädagogik im Bezirk unverzichtbare Partnerinnen. Sie ermöglichen Hospitationen, stellen Kontakt zu Lehrkräften und Studierenden her und schaffen Anschlussperspektiven für die Teilnehmenden.
Darüber hinaus kooperiert das Projekt mit Trägern und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, darunter die kommunalen Kita-Eigenbetriebe, Einrichtungen der ergänzenden Förderung und Betreuung sowie Jugendfreizeiteinrichtungen. Sie bieten Möglichkeiten für Praktika, Berufsorientierung und Übergänge in Ausbildung oder Beschäftigung.
Auch bezirkliche Beratungs- und Anlaufstellen, darunter familienunterstützende Einrichtungen, migrationsspezifische Beratungsstellen sowie Akteur*innen der Gemeinwesenarbeit, tragen mit Fachwissen, Verweisberatung und Zugang zur Zielgruppe zum Erfolg des Projekts bei.