Gute Arbeit in Tempelhof-Schöneberg – Beratung und Training für Deine Rechte im Job

Gute Arbeit in Tempelhof-Schöneberg - Beratung und Training für Deine Rechte im Job
Bezirk
Tempelhof-Schöneberg
Träger
Arbeit und Leben Berlin-Brandenburg gGmbH
Lorenzweg 5
12099 Berlin
Deutschland
gGmbH
Projektadresse
Arbeit und Leben Berlin-Brandenburg gGmbH
Lorenzweg 5
12099 Berlin
Deutschland
Kontakt / Ansprechpartner*in
Anna Basten
Arbeit und Leben Berlin-Brandenburg gGmbH
Laufzeit:01.01.2026-31.12.2027
Förderprogramm:LSI 2024/1 (Modellprojekte)
Beantragte Fördersumme:298.415,60
Kurzbeschreibung

Viele Betroffene in prekären Lebenslagen haben nur eingeschränkten Zugang zu verlässlicher Arbeitsrechtsberatung, praxisorientierten Kompetenztrainings und nachhaltigen Qualifizierungsangeboten. Das vorgeschaltete Entwicklungsprojekt (2025) hat gezeigt, dass im Bezirk Tempelhof-Schöneberg Angebote in den Bereichen Sozialberatung, Mieterberatung, Arbeitsmarktintegration vorhanden sind, jedoch kaum kostenlose Angebote zu arbeitsrechtlichen Fragen bestehen. Hierauf reagiert das aktuelle Modellprojekt: Es wird ein neuartiger niedrigschwelliger Ansatz erprobt, um bislang nicht erreichte prekär Beschäftigte und Auszubildende im Bezirk Tempelhof-Schöneberg dabei zu unterstützen, ihre Arbeitsrechte wahrzunehmen. Der Ansatz kombiniert arbeitsrechtliche Grundbildung mit fallbezogener arbeitsrechtlicher Rechtsberatung. Die Kernelemente bilden eine mobile Rechtsberatung mit niedrigschwelligen Sprechstunden in Sozialräumen (z. B. Nachbarschaftszentren) sowie eine modulare Workshop-Reihe. Diese enthält Module zu Arbeits- und Ausbildungsvertrag, gesetzlichen Mindeststandards, Kündigung, Minijob, Mutterschutz sowie kollektivem Arbeitsrecht (Betriebsrat, Gewerkschaft, Tarifverträge). 

Der Interventionsansatz vereint folgende Ziele für die Zielgruppe: 

  • Durchsetzung bestehender arbeitsrechtlicher Ansprüche, z.B. in Bezug auf Gehalt, Kündigung, Urlaub, Unfälle, Krankheit, Elternzeit, Behinderung oder unangemeldete Arbeit
  • Aufklärung über individuelle und kollektive Arbeitsrechte und nachhaltige Verbesserung der Rechtsposition auf dem Arbeitsmarkt
Zielgruppe

Das Projekt richtet sich an Arbeitnehmer*innen in prekären Beschäftigungssituationen sowie Auszubildende in Tempelhof-Schöneberg. Angesprochen sind insbesondere Menschen mit Teilhabebarrieren, ohne direkten Zugang zu Gewerkschaften oder betrieblichen Interessensvertretungen, sowie junge Menschen, die bisher über wenig arbeitsrechtlichen Kenntnisse und Handlungssicherheit bei Problemen verfügen.

Beabsichtigte Ergebnisse und Wirkungen

Ziel ist, gesellschaftlich und wirtschaftlich marginalisierten Personen bessere Zugänge zur Wahrnehmung und Durchsetzung ihrer Arbeitsrechte zu ermöglichen. Prekär Beschäftigte und Personen mit persönlich oder strukturell eingeschränkten Zugängen zu Rechtsvertretung werden durch Informationsvermittlung und individueller Unterstützung dazu befähigt, arbeitsrechtliche Verstöße zu identifizieren und ihre Rechte wahrzunehmen. Durch die Projektmaßnahmen werden eine Kompetenzerweiterung und Selbstermächtigung erzielt, um die Handlungsfähigkeit der Teilnehmenden in Problemsituationen zu stärken​.
Langfristig wird angestrebt, die Angebote auch über das Modellprojekt hinaus zu einem nachhaltigen, standardisierten Instrument zu machen.

Wichtigste Kooperationspartner

Das Projekt ist eingebettet in ein enges Kooperationsgefüge und führt die Partnerschaften aus dem Entwicklungsprojekt fort. Neben dem DGB Berlin Brandenburg und dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg sind als Partner auch das Netzwerk Ausbildung Tempelhof-Schöneberg in Trägerschaft des BBZ Bildungs- und Beratungszentrum für Beruf und Beschäftigung Berlin eingebunden. Die Partner sind Mitglieder im Projektbeirat, der den Fortschritt des Projekts kontinuierlich begleitet und unterstützt, und die Einhaltung der Projektziele überwacht.