Integrationscafé mit Garten

Integrationscafé mit Garten
Bezirk
Spandau
Träger
agens Arbeitsmarktservice
Silbersteinstr. 29
12051 Berlin
Deutschland
gGmbH
Projektadresse
agens Arbeitsmarktservice gGmbH
Altonaer Straße 107
13581 Berlin
Deutschland
Kontakt / Ansprechpartner*in
Antonia Blaseio
Leitung Bildung und Qualifizierung
030610811812
agens Arbeitsmarktservice gGmbH
Nadine Palowsky
Projektmanagement
610811806
agens Arbeitsmarktservice gGmbH
Michael Neß
Regionalteamleiter
610811856
017622045218
agens Arbeitsmarktservice gGmbH
Laufzeit:01.08.2024-31.07.2025
Förderprogramm:LSI 2023/2 (Mikroprojekte)
Beantragte Fördersumme:18.969,31
Nachbarschaftstreffen
Fest
Ernte im Integrationsgarten
Anbau im Integrationsgarten
Berlinausflug
Ausflug Bücherei
Kurzbeschreibung

In unserem Integrationscafé mit Garten bieten wir arbeitslosen und geflüchteten Menschen ein niedrigschwelliges
Angebot, den Bezirk Spandau und ihre eigenen Möglichkeiten zur sozialen und beruflichen Teilhabe
kennenzulernen und aktiv zu nutzen. Konkret bieten wir an einem festen Tag in der Woche in unserem Projektzentrum in der Altonaer Straße und einem nahegelegenen Gartengrundstück ein offenes Café-Format an, an dem die TN vor Ort zusammenkommen. Der Titel und Rahmen eines "Cafés" bezieht sich vor allem auf eine angenehme, ungezwungene Atmosphäre, nicht auf eine klassische gastronomische Einrichtung: das Integrationscafé wird immer nur temporär und für dieses Projekt geschaffen.

Zielgruppe

In unser "Integrationscafé mit Garten" laden wir vor allem (langzeit-) arbeitslose Personen, insbesondere mit Flucht-/Zuwanderungsgeschichte, ein. Die Zielgruppe ist aufgrund verschiedener, häufig multipler Problemlagen von einer großen Arbeitsmarktferne gekennzeichnet. Herkömmliche Beratung- und/oder Qualifizierungsangebote erreichen sie meist nicht. Wiederkehrende Problemlagen der Zielgruppe sind insbesondere: 

- gesundheitliche Einschränkungen, die die (Wieder-) Aufnahme einer Tätigkeit erschweren 

- finanzielle Problemlagen, z.B. Schulden oder gering ausgeprägte Finanzbildung 

- familiäre Verpflichtungen, z.B. betreuungspflichtige Kinder 

- gering ausgeprägte Lese- und Schreibkompetenz in der deutschen Sprache, z.T. auch allgemein geringe Deutsch-Sprachkenntnisse. 

 

Die Personen, die den Zielgruppen angehören, haben es trotz eines derzeit aufnahmebereiten Arbeitsmarktes bisher nicht in eine reguläre Beschäftigung geschafft. Neben den genannten Gründen hat dies auch mit einer oft lang andauernden Arbeitslosigkeit als Vermittlungshemmnis an sich zu tun, wodurch die Belastbarkeit sinkt, ein geringes Selbstbewusstsein vorhanden ist und die Kenntnis über die eigenen Fähigkeiten und Stärken oft fehlt. Aufgrund der familiären Verpflichtungen sind insbesondere Angebote am Vormittag stark nachgefragt, wichtig sind ebenfalls alltagsnahe, niedrigschwellige Formate und eine individuelle Begleitung.

Beabsichtigte Ergebnisse und Wirkungen

Das Projekt zielt darauf ab, bei den Teilnehmenden Selbstwirksamkeit, Selbstvertrauen und mentale Resilienz zu stärken, indem sie in der Gruppe konkrete Arbeitsergebnisse erzielen, eigene Ideen einbringen und eine positive Zukunftsperspektive entwickeln. Aufbauend darauf verändern die Teilnehmenden ihr Handeln, werden aktiv und unternehmen erste Schritte zur Stabilisierung ihrer Lebenslage, etwa durch die Aufnahme einer Beschäftigung, Weiterbildung, eines ehrenamtlichen Engagements oder durch die Nutzung von Unterstützungsangeboten sowie den Ausbau persönlicher Netzwerke. Langfristig trägt das Projekt damit zu einer verbesserten sozialen und ökonomischen Teilhabe der Teilnehmenden bei und leistet einen Beitrag zur Stärkung des nachbarschaftlichen Zusammenhalts sowie zur Verringerung von Arbeitslosigkeit und Armutsgefährdung.

Erzielte Ergebnisse und Wirkungen

Im Rahmen des Integrationscafés konnten insbesondere die teilnehmenden Frauen ihr Selbstbewusstsein und ihre Selbstwirksamkeit stärken sowie tragfähige soziale Kontakte und Netzwerke untereinander aufbauen. Parallel dazu wurde in Kooperation mit der Volkshochschule Spandau ein Grundbildungsangebot zur Verbesserung der Deutschkenntnisse für die Projektteilnehmenden entwickelt, das neue Zugänge zu Lernen und Weiterbildung eröffnete. Auf Basis dieser Erfahrungen wurde zudem das neue Projekt „Bunte Blätter – Grundbildung aktiv erweitern“ konzipiert, das die Grundbildung von Frauen mit Migrationshintergrund insbesondere im Bereich Lesen und Schreiben weiter stärkt. So konnten wir die erzielten Wirkungen des “Integrationscafés” verstetigen und ein nachhaltiges Grundbildungsangebot schaffen.

Wichtigste Kooperationspartner

Wir kooperieren u.a. mit dem Verband für Arbeit, Bildung und Integration Berlin/Brandenburg e. V, dem Jobcenter Spandau, Straßen- und Grünflächenamt Spandau und der VHS Spandau.